Mittwoch, den 20.05.2026
Post-Conference Workshop @ IMI 2026 OT-Security Kongress
von 9:00-13:00 Uhr in Mannheim
Workshopsprache: Deutsch // Folien Englisch
Referent: Klaus Jochem ist als Berater im Umfeld IT-/OT-Security aktiv. Er verfügt über ein tiefes Verständnis von Produktionssystemen und -prozessen. In den letzten Jahren hat er Business-Impact-Analysen (BIA) in der Prozessindustrie, in Wasserkraftwerken und in Tanklagern durchgeführt.
Die Produktion steht. Nichts geht mehr, warum auch immer. Was bedeutet das für ihr Geschäft? Nach welcher Zeit fangen zum Beispiel ihre Kunden an, sich nach neuen Lieferanten umzusehen?
Die BIA setzt dort an, wo Unternehmenswert entsteht: in den operativen Prozessen – etwa bei der Herstellung von Chemikalien, Medikamenten oder Lebensmitteln, der Energieversorgung, Abwasserbehandlung oder im Transport von Menschen und Gütern. Sie identifiziert die Aktivitäten und Ressourcen, die für die operativen Prozesse entscheidend sind und macht Abhängigkeiten zwischen ihnen transparent. Für die „kritischen“ Aktivitäten und Ressourcen werden Schlüsselkennzahlen zur Wiederherstellung (zum Beispiel MTD und ORT für Aktivitäten und RTO für Ressourcen) ermittelt.
Auf Grundlage dieser Informationen können zum einen optimal angepasste Business-Continuity- und Desaster-Recovery-Strategien entwickelt werden. Zum anderen kann das Risikomanagement auf Basis harter Fakten, den Schlüsselkennzahlen, erfolgen. Damit ist die BIA ein zentraler Baustein für die „intelligente“ Umsetzung der NIS2-Direktive.
Klaus Jochem führt durch die folgenden Punkte:
Im kompakten Workshop lernen die Teilnehmenden die Bedeutung und den Nutzen BIA einzuordnen, zentrale Konzepte und Parameter zu verstehen sowie eine BIA strukturiert vorzubereiten und durchzuführen. Darüber hinaus gewinnen sie praxisnahe Einblicke in den Ablauf und können die Methodik auf ihre eigenen industriellen Prozesse übertragen.